Der Verein Projekt Misside Guinea e.V. engagiert sich ehrenamtlich mit sozialen Projekten in Guinea im Westen Afrikas. Zentrale Anliegen seiner Arbeit sind die Bildung der Kinder sowie die Wasser- und medizinische Versorgung der Bevölkerung. Die Projekte greifen direkt in den Dörfern, ohne Verwaltung und Behörden.

Unterstützt wird der Verein bei seiner Arbeit unter anderem von der Supermarktkette Simmel, der KOMSA AG, den Schülern und dem gemeinnützigen Trägerverein des Europäischen Gymnasiums Waldenburg, Dr. Axel Putzschke und den vielen Spendern, welche die Realisierung seiner Projekte ermöglichen.

In den vergangenen Jahren hat der Verein unter Leitung von Amadou Yombo Diallo bereits sechs durch Spenden finanzierte Projekte verschiedener Art in der Region Télimélé realisiert, darunter der Bau von drei Grundschulen, zwei Krankenstationen sowie einem Brunnen.

Amadou Yombo Diallo ist gebürtiger Guineer und lebt seit 1991 in Sachsen. Als Lehrer unterrichtet er Französisch am Europäischen Gymnasium Waldenburg. Er ist in der Stadt Télimélé im Westen Guineas aufgewachsen und setzt sich ehrenamtlich für die Unterstützung der Region um Télimélé ein. Um die Projekte vor Ort zu koordinieren, reist Amadou Yombo Diallo selbst jedes Jahr mindestens ein Mal nach Guinea. Seit den Winterferien 2016 auch mit Gruppen um die Projekt direkt vor Ort mit Wissen und Arbeitskraft zu unterstützen.

Oberste Priorität hat im Moment der im Oktober 2014 begonnene Bau der medizinischen Berufsschule in der Stadt Télimélé, für dessen Umsetzung ein Vielfaches des Budgets für etwa eine Grundschule benötigt wird.

In Kinder investieren heißt für mich in die Zukunft investieren, denn Kinder sind das Beste, was wir haben.

Amadou Yombo Diallo

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Amadou Yombo Diallo Gründer des Vereins

In Kinder investieren heißt für mich in die Zukunft investieren, denn Kinder sind das Beste, was wir haben. Deshalb sollte man für das Beste etwas schaffen, was ihre Entfaltung und Entwicklung so gut wie möglich fördert, und das ist eine Schule! Es müssten allen Kindern alle Türen offen stehen, sodass sie ihre Chancen ergreifen können.

Lasst uns eine Schule errichten, in der die besten Werte der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft vermittelt werden können!

Waldenburg, November 2003

Unser Kollege Amadou Yombo Diallo ist seit zwanzig Jahren hier im Trägerverein Europäisches Gymnasium Waldenburg beschäftigt, er arbeitet am Europäischen Gymnasium Waldenburg, sehr erfolgreich übrigens, und betreut seit zehn Jahren ein Projekt in seinem Heimatland Guinea, in Misside, in seinem Heimatdorf, was von Anfang an unsere Schule sehr stark unterstützt hat.
Wir sind eine Schule mit internationalem Charakter, haben eine internationale Schülerschaft, und alle Schüler und Lehrer, alle Kollegen stehen voll hinter diesem Projekt.

Wir haben in den letzten zehn Jahren sehr viel Geld gesammelt, wir haben dieses Projekt ideell unterstützt und sind vor allen Dingen auch mehr in die Breite gegangen. Wir haben andere mit ins Boot geholt, andere Schulen aus der Region mit begeistern können, und ich denke, es ist ein eindeutiges Zukunftsprojekt, weil inzwischen nicht nur sein Dorf davon profitiert, mit Schule, Hausbau, mit Krankenstationen, mit Brunnen, sondern auch inzwischen andere Dörfer in seinem Heimatland davon profitieren.

Und das sollte es uns wert sein, dieses Projekt auch bundesweit zu unterstützen!

Waldenburg, den 5. Dezember 2013

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Wir als KOMSA AG unterstützen das Projekt Misside seit zehn Jahren, und in all diesen Jahren ist uns Misside sehr ans Herz gewachsen!

Unsere Mitarbeiter, unsere Auszubildenden und natürlich auch unsere Chefs haben sich in dieser Zeit immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um so viele Spenden wie möglich für Misside zusammen zu bekommen.
So hat es immer wieder regelmäßig Versteigerungen zum Beispiel in unserem Haus gegeben. Da sind dann so wertvolle Dinge wie etwa ein leibhaftig getragenes Fußballtrikot von Michael Ballack an den Mann gebracht worden. Und der Erlös dieser Versteigerungen, der ist dann nach Misside gegangen, ebenso die Spenden, die wir beispielsweise im letzten Jahr zur zwanzigjährigen Jubiläumsfeier unseres Unternehmens, der KOMSA AG, zusammenbekommen haben. Und zum Beispiel haben wir vor sechs Jahren einen riesengroßen Container mit Sachspenden direkt nach Afrika, nach Misside, geschickt.

Es ist also schon einiges passiert, aber unsere Arbeit muss weitergehen, denn Bildung ist die beste Basis für eine gute Zukunft!

Hartmannsdorf, den 14. Dezember 2013

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Lernen, um sich selbst zu helfen

Die Geschichte des Vereins

Ehemalige Schule Hafia

Ausgehend von dem großen Interesse vieler deutscher Mitbürger, Schüler und Lehrer meiner und anderer Schulen an den Gegebenheiten und Lebensbedingungen in meiner Heimat Guinea und der Bereitschaft, Unterstützung geben zu wollen, kam mir die Idee, diese Hilfsangebote zu bündeln und in ein Projekt fließen zu lassen.

Da ich an einer Schule arbeite lag der Gedanke an den Bau einer Schule in meinem Geburtsdorf Misside nahe. Dieser Gedanke erhielt auch Nahrung durch die vielen Gespräche über die Probleme in Afrika und deren Lösungsmöglichkeiten. Ich wollte nicht einfach tatenlos zusehen. Ich sagte mir, man muss Hilfe organisieren, und wenn nicht ich, wer dann?

Dieser Überzeugung folgend startete ich ehrenamtlich im April 2003 einen Spendenaufruf für den Bau einer Schule im Dorf Misside, um den Kindern und Menschen dort eine Grundlage für ein besseres Leben in der Zukunft zu schaffen.

Im Februar 2004 war es schließlich soweit. Die organisatorischen Aufgaben waren beendet und die Spendensumme für den Schulbau erreicht. Ohne Behörden- und Verwaltungsaufwand konnte der Bau beginnen. Heute steht die Schule und bietet seit Februar 2005 in ihren drei Klassenzimmern etwa 40 Schülern einen Platz zum Lernen.

Mit der Fertigstellung der Schule in Misside wurde ein großer Meilenstein geschafft. Dank der großen Anteilnahme von Schülern, Eltern, Nachbarn und vielen anderen Menschen und ihrer Hilfsbereitschaft war es in der Folgezeit sogar möglich, im Dorf einen Brunnen zu bauen und in der Region zwei weitere Grundschulen sowie zwei Krankenstationen einzurichten. Im Augenblick laufen die Bauarbeiten an der medizinischen Berufsschule in der Stadt Télimélé.

Mit diesen für uns selbstverständlichen Lebensbedingungen erreichen wir es, dass es in einem kleinen Teil von Afrika vielen Menschen bedeutend besser geht.